Medizinische Leistungen

Das Institut für Radiologie und Nuklearmedizin wurde noch vor der offiziellen Gründung des Herzzentrums 1997 am 01.07.1973 in Betrieb genommen durch den damaligen Vorstand Professor Dr. med. U. Klein, einen ausgewiesenen Gefäßspezialisten im Bereich Radiologie. So war die Gefäßdiagnostik schon lange ein festes Standbein des Instituts; eine der ersten DSA-Angiografie-Anlagen wurde hier Anfang der 80er Jahre in Betrieb genommen.

Seit jeher ist es Ausdruck der hoch spezialisierten kardiovaskulären Diagnostik des Deutschen Herzzentrums, dass eine umfangreiche Nuklearmedizin elaborierte klinische und wissenschaftliche Fragestellungen bearbeitet.

Die nuklearmedizinischen Untersuchungen aus dem Bereich angeborener Herzfehler für die kinderkardiologische Klinik im Hause haben hier am Institut einen Erfahrungsgrad bewirkt, der in nur wenigen derartigen Abteilungen vorhanden ist. Die Myokardszintigrafie wird im Hause seit vielen Jahren in ihren jeweils modernsten Anwendungstechniken mit großer Untersuchungszahl durchgeführt.

Wie es sich für eine kardiovaskuläre Radiologie und Nuklearmedizin gehört, existiert seit den ersten Jahren ein umfangreiches Untersuchungsvolumen mit entsprechender gewachsener Expertise bei diagnostischen Maßnahmen rund um das Herz, sowohl prä- als auch posttherapeutisch und periinterventionell.

Dazu gehören konventionelle und Funktionsuntersuchungen bei Schrittmacher-Implantationen sowie so genannten Occluderinterventionen und bei Abklärungen von Herzklappenfunktionen.

Auch die diagnostische Betreuung von postoperativen Intensivpatienten nimmt einen entsprechenden Umfang ein.

Das Institut für Radiologie und Nuklearmedizin versteht sich seit jeher als kompromisslose Service-Einrichtung für die drei im Hause agierenden Kliniken, die diagnostischen Leistungen werden in der Regel just in time ohne nennenswerte Wartezeit erbracht, egal, welchen Umfang sie besitzen.

Damit leistet das Institut einen wesentlichen Beitrag zu den sehr kurzen Liegezeiten im Deutschen Herzzentrum. Falls die Notfallversorgung es erfordert, wird das gesamte Spektrum des Instituts auch rund um die Uhr bereitgestellt.

Einen weiteren Meilenstein stellte der Umzug in den Neubau 1996 dar, hier übernahm das Institut für Radiologie und Nuklearmedizin eine Vorreiterfunktion in Bayern im Sinne einer vollständig digitalisierten Bildgebung sowohl im radiologischen als auch im nuklearmedizinischen Bereich.

Ab dem ersten Tag erfolgte die digitale Archivierung, die umfangreichen Zusatzfunktionen und Vorteile der Monitorbefundung wurden von Beginn an implementiert. Mittlerweile ist auch der Ausbau einer klinikweiten Bildverteilung erfolgt. Auch die teleradiologische Weitergabe von Bilddaten, z. B. an das Klinikum rechts der Isar ist möglich.

Um dem immer bedeutsamer werdenden Aspekt der Forschung Genüge zu leisten, wurden auch hier die Anstrengungen intensiviert. Das Institut für Radiologie und Nuklearmedizin ist daher an zahlreichen Wissenschaftsprojekten der mittlerweile drei im Haus angesiedelten Lehrstühle beteiligt, ähnlich wie es in früheren Jahren auch mit den drei Kliniken der Fall war.

Zur weiteren Akzentuierung dieser Position ist seit Frühjahr 1998 der Ordinarius für Nuklearmedizin der TUM , Prof. Dr. med. M. Schwaiger, als wissenschaftlicher Direktor im Institut für die nuklearmedizinische und MR-Forschung zuständig.

Auch die Nuklearmedizin arbeitet mit modernstem Gerät; die diagnostische Hauptlast trägt eine dem modernsten Standard entsprechende digitale Doppelkopfkamera, die in unser Bildnetz integriert ist.

Im Mai 2002 wurde einer der weltweit ersten 16-Zeilen-sensation-cardiac-Computertomografen im Institut für Radiologie und Nuklearmedizin installiert, in Zusammenarbeit mit der Erwachsenenkardiologie wurde eine hochspezialisierte Herzdiagnostik aufgebaut, wobei der Standort zu den wenigen weltweiten Referenzadressen der Herstellerfirma für Herz- und Gefäßdiagnostik zählt.

Ab 1.10.2004 wurde europaweit der erste
64-Zeilen-cardiac MSCT in Betrieb genommen, im Oktober 2006 dann schon das erste Dual-source CT mit spezieller Auslegung für die Herzdiagnostik. Diese neue Maschine bedeutet für die Patienten eine nochmals erheblich verbesserte Diagnosesicherheit in der nicht - invasiven Beurteilung der Herzkranzgefäße sowie auch von koronaren Bypässen. Im Jahresdurchschnitt werden zwischen 1500 und 2000 Herz-CT Untersuchungen durchgeführt.

Auch hier wird der im Institut herrschende Grundsatz gepflegt, mit einem Minimum an notwendiger Strahlendosis und an Kontrastmittel ein Maximum an diagnostischer Sicherheit und Aussagekraft zu erreichen.

Zu diesem Zweck erfolgen neben den notwendigen Schulungen und Qualitätskontrollen auch immer wieder Implementierungen neuer Softwaretools und Messgeräte sowie auch von Röntgenanlagen neuester Generation, um immer weiter auf niedrigerem Dosisniveau die Röntgenleistungen für das Deutsche Herzzentrum in bestmöglicher Qualität erbringen zu können.

Diesem Zweck dient auch der im Sommer eingerichtete Festkörperdetektor-Thoraxplatz im Institut, der ein herkömmliches Speicherfoliensystem, das im Jahre 1996 den modernsten Stand dargestellt hatte, ersetzte.

Prinzipiell werden alle röntgen- und nuklearmedizinischen Leistungen durch für die jeweiligen Fachgebiete ausgebildete Fachärzte sowie ausgebildete Fach-MTRA erbracht, die im Bedarfsfall rund um die Uhr erreichbar sind.

Selbstverständlich bedeutet dies einen sehr hohen personellen Aufwand, der allerdings aufgrund der hoch spezialisierten Medizin, die im DHM gepflegt wird, begründet und zwingend erforderlich ist.