Die Behandlung bei Ebstein Anomalie

Die Behandlung der Ebstein-Anomalie ist abhängig von Ausmaß der Fehlbildung. Das Behandlungsziel besteht  darin, die Symptome soweit wie möglich zu vermindern und Komplikationen wie Herzvergrößerung, Herzschwäche und Herzrhythmusstörungen zu verhindern.

Ebstein Patienten benötigen regelmäßig  Untersuchungen, um  herauszufinden, ob sich  die  Herzleistung verschlechtert. Diese Untersuchungen sind auch bei notwendig, wenn (noch) keine oder nur wenig Beschwerden.
Zu den Untersuchungen gehören:

  • Gründliche körperliche Untersuchung
  • EKG
  • Röntgenbild des Brustkorbes mit Herz und Lungen
  • Belastungstest

Oft wird auch ein Langzeit-EKG notwendig sein, um nach Herzrhythmusstörungen zu suchen.
 

Behandlung der Ebstein-Anomalie

Das Ziel der überwiegend symptomatischen Therapie besteht in der Reduzierung der vorliegenden Symptome sowie in der Vermeidung von Komplikationen wie einer Vergrößerung des Herzens, einer Herzschwäche sowie von Herzrhythmusstörungen.
 

Medikamentöse Behandlung

Mithilfe von Medikamenten wie Antiarrhythmika kann die Herzfunktion stabilisiert und so möglichen Herzrhythmusstörungen vorgebeugt werden. Eine medikamentöse Behandlung ist bei Atemnot, körperlicher Schwäche und Müdigkeit, Wasseransammlungen in den Beinen, Herzklopfen sowie einer leichten Herzvergrößerung angezeigt.
 

Operativer Eingriff

Eine Operation kommt infrage, wenn die Herzfunktion immer mehr abnimmt.Eine Indikation zur Operation liegt insbesondere vor bei:

  • abnehmender körperlicher Belastbarkeit
  • zunehmender Herzvergrößerung
  • zunehmender Blausucht
  • ausgeprägter Tricuspidalklappeninsuffizienz mit zunehmenden Beschwerden
  • neurologischen Störungen wie TIA oder Schlaganfall
  • medikamentös nicht behandelbaren Herzrhythmusstörungen