Zentrum für minimal invasive, rekonstruktive und interventionelle Behandlung von Herzklappen ("Europäisches Herzklappenzentrum")

In den vergangenen 30 Jahren war die Herzklappenchirurgie immer schon ein ausgewiesener Schwerpunkt am Deutschen Herzzentrum München (DHM). Aus dieser langjährigen Erfahrung entstand das Zentrum für minimal invasive, rekonstruktive und interventionelle Behandlung von Herzklappen am DHM.

An wen richtet sich das Angebot des Zentrums für minimal invasive, rekonstruktive und interventionelle Behandlung von Herzklappen?

Das medizinische Versorgungsangebot richtet sich an alle Herzklappenpatienten, die vor oder nach einer Operation im DHM stehen. Weiterhin sind wir kompetenter Ansprechpartner zu herzchirurgischen Fragestellungen für Kollegen aller Fachrichtungen.

Neben der medizinischen Versorgung ist ein weiterer Schwerpunkt des Zentrums die Aus- und Weiterbildung von internen und externen Fachkollegen.

Diagnostik und Nachsorge
In der herzchirurgischen Funktionsdiagnostik und Studienambulanz finden regelmäßige Vor- und Nachuntersuchungen von Patienten mit Herzklappenoperationen (Aorten-, Mitral-, Trikuspidal- und Pulmonalklappe), sowie Patienten mit interventioneller Klappenimplantation statt. Unsere Untersuchungen umfassen:

  • Echokardiographie (transthorakal/transösophageal)
  • Echokardiographische Belastungsuntersuchung
  • 12 Kanal-Ruhe-EKG
  • enge Zusammenarbeit mit unserer radiologischen Abteilung:
  • Röntgendiagnostik, CT und MRT Untersuchungen

OP
Bei einer Herzklappenrekonstruktion wird die eigene Klappe erhalten. Bei einer Verengung (Stenose) versucht man die meist miteinander verwachsenen Klappensegel so zu durchtrennen, dass eine bessere Öffnungsbewegung der Herzklappen wieder möglich ist.

Bei einer Klappenschwäche (Klappeninsuffizienz) kann versucht werden, z. B. durch Nähte die Klappenränder so zu raffen, dass die Klappe wieder richtig schließt. Der Herzklappenersatz erfolgt, wenn eine Reparatur nicht möglich ist. Dabei wird die nicht funktionierende Klappe des Patienten entfernt und durch eine neue Klappe ersetzt. Für den Klappenersatz stehen zwei verschiedene Klappentypen zur Verfügung.

1. Mechanische Klappen. Sie haben den Vorteil, dass sie unbegrenzt haltbar sind. Der Nachteil dieser Klappen besteht in der Tatsache, dass es an diesen künstlichen Oberflächen vermehrt zur Blutgerinnselbildung kommen kann. Aus diesem Grund muss der Patient dauerhaft blutverdünnende Medikamente (Marcumar) einnehmen.

2. Biologische Klappen. Das Material für diese Klappen wird in der Regel Schweinen oder Rindern entnommen. Da diese Klappen natürliche Oberflächen haben, ist die Gefahr der Gerinnselbildung nicht erhöht. Eine dauerhafte Blutverdünnung ist daher in der Regel nicht notwendig. Der Nachteil dieser biologischen Klappen liegt in ihrer begrenzten Haltbarkeit, denn wie alles biologische Material sind auch diese Klappen einem Alterungsprozess unterworfen.
Dies bedeutet, dass sich nach einem gewissen Zeitraum wieder eine Klappenfunktionsstörung entwickeln kann, was unter Umständen einen erneuten Klappenersatz erforderlich macht. Ob eine mechanische oder eine biologische Klappe für Sie besser geeignet ist, wird Ihr Herzchirurg im Aufklärungsgespräch vor der Operation ausführlich mit Ihnen besprechen.

Es gibt eine signifikante Anzahl von Patienten mit hochgradiger symptomatischer Aortenstenose und schweren Begleiterkrankungen, für die ein konventioneller chirurgischer Aortenklappenersatz ein unvertretbar hohes Risiko mit sich bringt. Für diese Patienten kommt die Katheter gestützte Aortenklappenimplantation infrage.
 

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