Echo-Projekte

Im Vordergrund steht die klinische Forschung mit patientennahen Themen. So werden im Rahmen einer umfassenden Aufarbeitung aller Patienten mit funktionellen 1-Kammer-Herzen und "fontanartigen" Operationen standardisierte transösophageale Untersuchungen durchgeführt mit der Frage nach intraatrialen Thromben und hämodynamischen Auffälligkeiten.

Eine weitere Studie befasst sich mit der Wertigkeit von transthorakalem versus transösophagealem Ultraschall bei Patienten mit ASD II/PFO vor Schirmverschluss.

Patienten mit Marfan-Syndrom haben spezifische Auffälligkeiten der Aortenwand, die im M-Mode-Echo mit Hilfe von Distensibilitätsmessungen erfasst werden können.

Im Rahmen einer Studie werden Patienten mit Aortenisthmusstenosen nach derselben Methode untersucht, da unklar ist, ob die Auffälligkeiten im Langzeitverlauf (Hypertonus, Aneurysmen) auf ähnlichen Auffälligkeiten der Aortenwand - primär oder sekundär - zurückzuführen sind. Kooperationspartner ist die Kinderkardiologie der Universität Innsbruck, Frau Dr. Baumgartner.

Besondere Möglichkeiten in der Echokardiografie bietet die Telemedizin. Nach dem Vorbild der Universitäts-Kinderkardiologie in Gießen ist auch im DHM ein telemedizinisches Projekt in Vorbereitung. Über eine ISDN-Leitung und eine kommerziell erhältliche Video-Konferenz-Computerschaltung sollen zuweisende Kliniken und niedergelassene Ärzte die Möglichkeit bekommen, die Echokardiografien online mit den Spezialisten im Herzzentrum besprechen zu können.

Neue Möglichkeiten der exakten Funktionsanalyse von linker und rechter Herzkammer sowohl global als auch regional ergeben sich durch die Bestimmung der myokardialen Geschwindikeiten und der Deformationsanalyse (strain – strain rate). Das Echolabor des Deutschen Herzzentrums München ist als eines von 3 core labs im Querschnittsprojekt des Kompetenznetzes angeobrene Herzfehler e.V. (www.kompetenznetz-ahf.de) aktiv in der Forschung beteiligt.

Eigene Projekte zur Funktionsanalyse von Schwangeren mit angeborenen Herzfehlern, Patienten mit Ebstein´scher Anomalie der Trikuspidalklappe vor und nach Operation, sowie zur Beurteilung zur Anpassung des kindlichen Herzens an eine Ausdauerbelastung beim Kinder-Triathlon werden von den Mitgliedern des Echolabors durchgeführt und vom Förderverein Deutsches Herzzentrum München e.V. (Link) gefördert. Wesentliche Impulse in der Forschung konnten durch die 3-Mittelgeförderte Forschungsstelle durch Dr. Kurt Petzuch gesetzt werden.

Ansprechpartner: OA PD Dr. Manfred Vogt
drvogt@dhm.mhn.de