Eigenblutspende / Immunhämatologisches Labor und Blutdepot

Eigenblutspende

Bei großen Eingriffen am Herzen, die überwiegend mit Hilfe der Herz-Lungenmaschine durchgeführt werden, kann die Gabe von Blutprodukten erforderlich sein. Aus diesen Gründen bietet das Deutsche Herzzentrum München seit 30 Jahren die Möglichkeit der präoperativen Eigenblutspenden. Erwachsene, aber auch Jugendliche mit angeborenen Herzfehlern können dieses Angebot wahrnehmen.

Feststellung der Spendereignung

Bevor Sie sich für die Eigenblutspende anmelden, sollte ein verbindlicher OP-Termin vorliegen. Ein Anästhesist entscheidet dann anhand der vorliegenden Befunde (Labor, Herzkatheterbefund, Ultraschall, Begleiterkrankungen), ob in Ihrem Fall eine Eigenblutspende möglich ist. Es gibt auch Patienten, bei denen keine Eigenblutspende möglich ist. Die Gründe dafür erklären wir Ihnen.

Abhängig von der Art des Eingriffes und der verbleibenden Zeit bis zur Operation können bis zu drei Eigenblutspenden vorgenommen werden. Zwischen den einzelnen Spendeterminen und dem letzten Spendetermin vor der Operation sollte jeweils eine Erholungspause von mindestens einer Woche liegen. Eine einmalige Spende, insbesondere ein bis zwei Wochen vor dem geplanten OP-Termin, bietet in der Regel keinen Vorteil hinsichtlich der Transfusionswahrscheinlichkeit von Fremdblut.

Hinweise vor der Eigenblutspende:

Für Terminabsprachen zur Eigenblutspende rufen Sie uns bitte an.

Pro Abnahme ist mit einem zeitlichen Aufwand von ca. zwei Stunden zu rechnen. Nehmen Sie am Tag der Abnahme alle Medikamente wie gewohnt und kommen Sie nicht mit leerem Magen zur Eigenblutspende.

Weil uns Ihr Wohlergehen nach der Eigenblutspende am Herzen liegt, erachten wir für die Heimfahrt die Begleitung durch eine erwachsene Person als notwendig.

Die Eigenblutspende kann den Kreislauf kurzzeitig belasten. Selten werden Schwindel und Übelkeit bis zum Abend nach der Abnahme bemerkt.

Daher ist nicht zuletzt zum Schutz unbeteiligter Personen die aktive Teilnahme am Straßenverkehr bis zum nächsten Morgen nicht möglich.
 

Blutdepot / Immunhämatologisches Labor

Das dem Institut für Anästhesiologie angegliederte Blutdepot und immunhämatologische Labor sichert im 24/7‐Dienst die Versorgung des DHM mit Blut und Blutprodukten. Auch die bei der Eigenblutspende gewonnenen Eigenblutkonserven werden über das Blutdepot bereitgestellt.

Durch die unmittelbare räumliche Nähe zum OP‐Trakt und zu den herzchirurgischen Intensivstationen werden im Blutdepot außerdem Point‐of‐Care Untersuchungen wie Blutgasanalysen und spezielle Gerinnungstests durchgeführt.