Computertomographie

Das Deutsche Herzzentrum München ist eine der Einrichtungen, von der aus die kardiovaskuläre Multislice-Computertomographie in die breite klinische Routine eingeführt wurde.

Der Anfang fand im Jahr 2002 mit dem ersten 16-Zeilen-Gerät, welches auf dem Markt verfügbar war, statt, und zwar dies im Rahmen einer engen Kooperation mit der Klinik für Erwachsenenkardiologie, die auch sowohl für die Kardiologen als auch für die Radiologen zu einer besonders steilen Lernkurve führte. Konsekutiv war der Standort kardiale CT im Deutschen Herzzentrum bereits nach kurzer Zeit weltweiter Reference-Site des Herstellers und dies bis zum heutigen Tage. Außerdem nahmen zahlreiche Weiterentwicklungen der kardiovaskulären Computertomographie bis hin zur sogenannten High-Pitch-Spiraltechnik ihren Anfang, auch aus einer sehr engen Entwicklungskooperation mit dem Hersteller.
 

 
Seit 2009, also nunmehr zehn Jahre, ist das Deutsche Herzzentrum einer der weltweit langfristigsten Anwender der sogenannten Flash-Technologie, nunmehr mit einem Dual-Soure-CT der dritten Generation, in dem zwei Röntgenröhren mit Detektorsystemen kontinuierlich und mit sehr hoher Geschwindigkeit um den Patienten herumrotieren.

Zudem wird der Patient mit einer ca. 15 Mal höheren Geschwindigkeit als an herkömmlichen Systemen durch die CT-Öffnung für die Bildaufnahme geschoben. Dies ermöglicht Bilder mit einmaliger Präzision und geringstmöglicher Strahlendosis bzw. umgekehrt bei schwierigsten Untersuchungsbedingungen wie z. B. extremem Übergewicht oder Vorhofflimmern überhaupt eine bildgebende nicht invasive Darstellung der Herzkrankgefäße bei adäquat vertretbarer Strahlenbelastung.

An diesem CT-Gerät werden natürlich nicht nur Koronar-CT’s, sondern auch die Vorfelddiagnostik für die gesamten minimalinvasiven herzchirurgischen und kardiologischen sowie kinderkardiologischen Interventionen durchgeführt. Betreffend das gesamte Gefäßsystem von den Halsarterien bis in die Beckenbeinarterien. Auch die Diagnostik und Betreuung für unsere Intensivpatienten im Neuro- und Ganzkörperbereich werden durch das Gerät, – SOMATOM-Force -, auf beeindruckende Weise bereitgestellt und durchgeführt.

Aufgrund der modernsten technologischen Möglichkeiten dieser Maschine ist auch die Diagnostik von Kindern bis hin zum kleinsten Säuglingsalter oder von multimorbiden, z. B. niereninsuffizienten, älteren Patienten vertretbar.
 

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