Die Bedeutung des Gerinnungssystems für pulmonal-vaskuläres Remodeling

Bei vielen Patienten mit pulmonaler Hypertension finden sich eine verstärkte Gerinnungsneigung und in situ Thrombosen. Die Aktivierung des Gerinnungssystems führt zu  erhöhten Spiegeln von Thrombin sowie gesteigerter Aktivität von Thrombozyten mit der Ausschüttung von Wachstumsfaktoren wie PGDF und TGF-ß.

Darüber hinaus produzieren pulmonal-vaskuläre Zellen selbst thrombogene Faktoren wie Tissue Factor (TF), den Regulator der extrinsischen Gerinnung, oder Plasminogen-Aktivator Inhibitor-1 (PAI-1), der die Fibrinolyse hemmt.

Diese Faktoren könnten den Gerinnungsprozess verstärken und so zu einem positiven Feed-back-Mechanismus (thrombogener Zyklus) führen, zum anderen eigene mitogene und chemotaktische Effekte auf die Gefäßwand haben und so zu pulmonal-vaskulären Umbauprozessen (Remodeling) beitragen.

In unseren Arbeiten untersuchen wir daher die Interaktion zwischen Gerinnungsfaktoren und pulmonaler Gefäßwand unter Berücksichtigung der Aktivierungsmechanismen pulmonal-vaskulärer Zellen durch Gerinnungsfaktoren sowie deren Einfluss auf Signaltransduktion, Genexpression, Proliferation und Angiogenese.